Spickzettel für Vorträge

von Rüdiger Staubert


Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

  • Stoff sammeln, ordnen, verstehen
  • Das richtige "Anspruchsniveau" setzen (Zuhörer / Redner)
  • Gute Vorbereitung (nicht zu viel Stoff nehmen)

Inhalt

  • Gute Gliederung ("Bogen" spannen / "Ziele" setzen / "Dramaturgie")
  • Motivation / Einordnung des Themas (Interesse am Thema wecken / Spannung erzeugen)
  • Vom Allgemeinen zum Speziellen voranschreiten
  • Sinnvolle Aneinanderreihung (Didaktik)

Folien (Dias)

  • Groß und leserlich schreiben
  • Keine "Handschmiererei"
  • Nicht zu viel Information auf einer Folie, wenig Text
  • Farben verwenden - aber sparsam!
  • Kaum Tabellen
  • "Schöne" Bilder einstreuen
  • Diagramme sinnvoll und groß beschriften

Vortragsweise

  • Generell: klar, lebendig, anschaulich, verständlich sprechen
  • Frei sprechen (nicht etwa von Konzept ablesen)
  • Nicht Folien vorlesen, die Rede soll den Folientext ergänzen / erläutern
  • Kurze Sätze, logisch aufeinander folgend
  • Die Zuhörer ansehen (nicht die Leinwand!)
  • Augenkontakt mit Zuhörern aufnehmen (einige besonders aussuchen)
  • In ganzen Sätzen sprechen (natürlich korrektes Deutsch)
  • Richtige Tonlage wählen (nicht zu laut / leise), variieren, Betonungen
  • Richtige Geschwindigkeit wählen (nicht zu langsam / schnell), variieren, Pausen
  • Mimik / Gestik (sparsam)
  • Zeigestock / Laser-Pointer verwenden

    Besonderheiten bei Powerpoint Präsentationen mit Beamer:

    • wie oben: nicht zu bunt und nicht zu viel Information auf einer Folie
    • keine (oder nur wenige) "Mätzchen": z.B. Texte "reinlaufen" lassen, Bilder "zerbröseln" lassen, bewegte Animationen sparsam und gezielt verwenden (nicht ununterbrochen laufen lassen!)
    • nicht die Maus als Pointer verwenden (nicht über Laptop beugen)
    • Schwierigkeit bei PC-Präsentation: Überleitungen (man sieht die nächste Folie nicht)

 

Sonstiges

  • Auf Zuhörerschaft im Niveau einstellen
  • Referenzen sauber zitieren
  • Nicht: Hand in der Hosentasche, nicht: auf Tisch sitzen, ...
  • Nicht zu viel hin- und herlaufen
  • Gelegentlich Scherze / "Geschichten" / "emotionale Zutaten" einbauen
  • Zeit gut voraus planen (Richtwert: für jede Folie 2 min)
  • Auf Zuhörerreaktionen achten
  • Mögliche "Notausstiege" vorbereiten, für den Fall, dass die Zeit knapp werden sollte
  • Vortrag vorher im privaten halten
  • Nicht immer gleich eventuelle Fehler entschuldigen


Und ganz generell:
Bedenke: der Vortragende präsentiert sich als Persönlichkeit und - bei auswärtigen Vorträgen - er repräsentiert das Institut